Den richtigen Fahrradträger finden

by admin ~ Juli 11th, 2011. Filed under: Technik.

Bei Fahrradträgern gibt es große Qualitätsunterschiede, die sich primär in der Verarbeitung, der Handhabung und der Sicherheit widerspiegeln. Überdies klafft die Schere zwischen Preis und Leistung auf dem Markt gewaltig. Hier ein paar nützliche Tipps für den Fahrradträger-Kauf:

Welche Bauformen gibt es?

Bei der Befestigung eines Trägers an einem PKW gibt es mehrere Möglichkeiten und dementsprechende Bauformen. Fahrradträger gibt es in folgenden Varianten:

 

  • Dachträger: Diese Variante lässt sich häufig im Radsport beobachten. Ein großer Nachteil ist der zusätzliche Luftwiderstand und die Tatsache, dass die Räder aus eigener Kraft auf das Dach gehoben werden müssen. Da in Deutschland lange Zeit ausschließlich diese Form des Fahrradträgers erlaubt war, ist er noch immer weit verbreitet.
  • Kupplungsträger: Kupplungsträger werden auf dem (zuvor entfetteten) Kugelkopf der Anhängerkupplung angebracht. Das kann zum Beispiel durch verschiedene Klemmsysteme oder Spannschrauben geschehen. Diese Fahrradträger bieten Platz für 2-4 Räder und müssen in Deutschland eingetragen und mit Rückleuchten versehen sein.
  • Heckträger: Sie unterscheiden sich nur in der Anbringung von Kupplungsträgern. Sie werden am Fahrzeugheck, meist direkt an der Heckklappe, befestigt.
  • Deichselträger: Diese Fahrradträger werden zum Beispiel auf der Deichsel von Wohnwagen befestigt.

Für welches Produkt soll man sich entscheiden?

Kupplungsträger erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, weil sie sich einerseits -im Gegensatz zu den Dachträgern- nicht negativ auf den Spritverbrauch auswirken und obendrein die Gesamthöhe des Fahrzeuges nicht verändern, was anderenfalls bei der Benutzung einer Tiefgarage ja durchaus zum Problem werden kann. Der Vorteil eines Dachträgers ist wiederum, dass sich die Grundfläche des Autos nicht ändert, was das Einparken erleichtert. Es muss also jeder selbst wissen, für welches System er sich entscheidet.
Wichtig ist, dass man den Fahrradträger nach bestimmten Gesichtspunkten auswählt. Er sollte einfach und unkompliziert zu montieren sein. Es gibt zum Beispiel Fahrradträger, die bereits über eine gewisse „Vormontage“ verfügen und mit wenigen Handgriffen am Auto befestigt werden können. Außerdem sollte der Käufer auch immer auf das Gewicht des Trägers schauen, damit die Montage am Ende nicht zu schweißtreibend wird. Stabilität ist neben der sicheren Befestigung natürlich das Wichtigste. Auf der Autobahn sollte man mit einem beladenen Fahrradträger zwar ohnehin nicht schneller als 120 km/h fahren, aber selbst bei niedrigen Geschwindigkeiten ist das Abspringen eines Fahrrades für alle Verkehrsteilnehmer, einschließlich des Transportfahrers, sehr gefährlich.
Weitere Auswahlkriterien sind zum Beispiel die Anzahl der Fahrräder, die auf dem Träger befestigt werden können, die Frage, ob sich der Kofferraum mit Fahrradträger noch öffnen lässt und wie fahrradschonend der Träger (auch bei Erschütterungen usw.) ist. Erst zum Schluss kann man sich auch über die optische Komponente Gedanken machen.

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